Wie schütze ich mich wirksam vor blinden Menschen? – Ein Gastbeitrag von Kadir Türkyilmaz

Das Titelbild zeigt Kadir in einem schwarzen Sakko mit weißem Hemd.

Moderne Kommunikationstechnik erleichtert vielen Menschen das Leben; doch zuweilen werden auch Personen ausgeschlossen, welche auf diese Möglichkeiten angewiesen sind: blinde und sehbehinderte Menschen. Wie diese Menschen sich das Internet zunutze machen, ist schnell erklärt:

Mittels so genannter Screenreader, also Programme, die den Inhalt eines Bildschirms auslesen und z. B. über eine Sprachausgabe oder Braillezeile ausgeben, können sie Texte schnell erfassen. Das Internet spielt für sie bei der Informationsbeschaffung eine nicht unerhebliche Rolle.

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Bloggen als blinde Schreiberin 

Das Titelbild zeigt einen Laptop mit Braillezeile, mit meinen Fingern lese ich darauf den Text.

Meine Beiträge der letzten Monate beinhalteten im Großen und Ganzen eine Art Bedienungsanleitung für Blinde Menschen. Ich habe beschrieben wie ich blind koche, Wäsche wasche, Geld auseinander halte oder am Computer arbeite.

Ich bin weder eine Supersportlerin, Eine beruflich besonders erfolgreiche Frau oder eine sonstige Berühmtheit. Und auch als Supermummy kann ich mich ebenfalls nicht bezeichnen. Ich bin quasi die Frau von Nebenan. Zur Zeit Hausfrau und Mutter von zwei normal sehenden Teenagern, die ich großziehen darf. Außer der Tatsache, dass ich blind bin, gibt es zwischen mir und anderen Müttern von Teenagern ganz viele Gemeinsamkeiten, die das Leben mit Beruf, Alltag und Kindern mit sich bringt. Auch meine arabische Herkunft ist in der heutigen Zeit nichts Besonderes mehr. Es ist eben eine meiner vielen Eigenschaften.

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Als blindes KitaKind arabischer Eltern

Ich war sechs Jahre alt, als ich die Chance bekam halbtags einen Kindergarten zu besuchen. Meine Eltern hatten in einigen Kindergärten nachgefragt und stets eine Absage erhalten. Grund war, dass sie kein blindes Kind aufnehmen wollten oder konnten. Irgendwann fand sich ein Kindergartenplatz für mich. Mein fünfjähriger Bruder, der ebenfalls einen Platz brauchte, konnte dort nicht aufgenommen werden. Daher hatte meine Mutter morgens und mittags einen recht langen Fußweg zu bewältigen, bis wir beide in unseren Kindergärten und sie wieder zuhause waren. Sie war zu dem Zeitpunkt schon hochschwanger. Und als meine Schwester zur Welt kam, wurde das Ganze zu einer absoluten Herausforderung für sie erst meinen Bruder und dann mich um 8:00 in den Kindergarten zu bringen.
Ich hatte im Kindergarten zum ersten Mal regelmäßig Kontakt mit nicht arabisch sprechenden Kindern. Das war für mich eine absolute Umstellung. Von meinem Vater getrennt zu sein war ich gewohnt. In meinen ersten vier Lebensjahren kannte ich ihn ohnehin nur vom Hörensagen, da er in Deutschland lebte, und wir in Jordanien. Und auch später war er tagsüber bei der Arbeit. Meine ständige Bezugsperson war meine Mutter, die meistens in meiner Nähe war. Heute würde man sie als eine Art Helikopter Mummy bezeichnen. Denn was meinen Bruder und vor allem mich anging, so überließ sie nichts dem Zufall.

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Wie arbeitet ein Blinder am iPhone

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Technik für unterwegs.

Das Foto zeigt mich auf einer Bank in einem Kaffee. Neben mir ist ein Rucksack zu sehen. Auf dem Tisch vor mir stehen ein IPhone und davor eine Tastatur. Daneben eine Tasse Kaffee.

Ich bin mal wieder unterwegs und habe noch eine Stunde Zeit bis zu meinem nächsten Termin. Nach Hause gehen lohnt sich nicht. Wenn ich da bin, kann ich mich grad wieder auf den Weg machen. Da gefällt mir der Gedanke an das nächste Kaffee besser. Hier bekomme ich mein Lebenselixier in Form eines Cappuccino und kann ein paar wichtige E-Mails auf meinem Smartphone beantworten und Termine bearbeiten. Und wenn noch Zeit bleibt, dann kann ich noch an meinem neuen Artikel arbeiten. Zuhause komme ich ja doch nicht dazu.

Blind, Termin eintragen, Smartphone? Wie passt das zusammen?

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Blinde sind blind

Das Bild zeigt mich an einem See im Hintergrund. Die Sonne scheint und weit hinten stehen Bäume.

Ich bin zu Besuch bei einer Familie. Wir sitzen im Wohnzimmer und unterhalten uns bei einer Tasse Tee. Es ist Herbst und so langsam wird es draußen dunkel. Normalerweise sehe ich besser, wenn es etwas dämmerig wird. Denn ich bin stark Lichtempfindlich. Aber jetzt ist es mir zu dunkel. Ich bitte meine Gastgeber um etwas mehr Licht. Es wird schlagartig still. Irgendwann fragt mein Gastgeber verwundert warum ich denn Licht haben wollte. Schließlich sei ich blind, und für mich sei ohnehin alles dunkel.

Immer wieder begegnen mir solche oder ähnliche Situationen. Daher habe ich dieses Thema für meinen nächsten Beitrag ausgewählt.

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