Flächen blind reinigen

Lydia steht vor einer Arbeitsfläche in der Küche.

Über das Thema Haushaltsführung im Alltag habe ich schon viel geschrieben. Da wäre mein Beitrag Waschen ohne hinzusehen , der über meine Vorgehensweise bei der Wäschepflege erzählt. Und dann wäre noch mein Beitrag blind putzen mit System, in welchem ich beschreibe wie das mit der Bodenpflege funktionieren kann. Heute soll es mal um Flächen und andere Dinge gehen, die ebenfalls geputzt werden wollen. Und so mache ich es.
Das Einfachste, finde ich, sind Arbeitsflächen in der Küche. Hier mache ich das gern so, dass ich alles nach und nach wegräume, und sortiert auf eine andere Ablagefläche stelle. Wenn ich das sortiert mache, habe ich hinterher keine Arbeit mit dem Wiederfinden einzelner Gegenstände. Außerdem habe ich jeden Gegenstand einmal in der Hand gehabt. Auf diese Weise kann ich schon mal die Dinge, die nichts auf der Arbeitsfläche zu suchen haben, wegräumen, entsorgen oder was auch immer. Eine weitere Vorbereitung ist die Müllbehälter für Verpackungen, Biomüll und Restmüll schon mal zu öffnen und dafür zu sorgen, dass noch etwas hineinpasst.
Vor dem eigentlichen Putzen der Flächen gehe ich mit einer Hand von hinten nach vorne, um Krümel usw. von der Arbeitsfläche zu schieben. Die andere Hand befindet sich am äußeren Rand, um diese aufzufangen. Dadurch stelle ich sicher, dass die Fläche wirklich komplett leer ist. Und da ich die Fläche nicht wie ein normal sehender Mensch überblicken kann, gehe ich von links oben bis rechts unten systematisch über die gesamte Fläche.
Jetzt kommt das Reinigungsmittel der Wahl zum Einsatz. Ich verwende am liebsten eines aus einer Sprühflasche. Das verteilt sich einfach besser. Damit wird die gesamte Fläche gleichmäßig eingesprüht. Dann lasse ich es kurz einziehen, damit sich der übrig gebliebene Schmutz lösen kann. Jetzt fange ich wieder von oben links an, und wische mit einem Lappen oder Schwamm von hinten zu mir hin. Und zwar wieder auf die andere Hand zu, die den gelösten Schmutz auffängt. So kann ich ihn in der Hand sammeln und direkt entsorgen. Das ist weniger Aufwand als diesen auf den Boden zu fegen. Anschließend gehe ich mit den Fingern noch mal über die Fläche, um zu fühlen, ob sich alles gelöst hat. Gegebenenfalls gehe ich noch mal drüber. Und zwar mit einem Schwamm und klarem Wasser. Anschließend nehme ich mir ein Küchenpapier oder ein sauberes Geschirrtuch, und wische die Fläche systematisch trocken.
Jetzt ordne ich auf der sauberen Fläche wieder die Gegenstände an, die ich dort haben möchte. Vorher fühle ich nach, ob diese auch wirklich sauber sind. Wenn nicht, dann wische oder spüle ich sie ab.

Diese Vorgehensweise kann ich auf Tische, Schänke und alle anderen abwaschbaren Flächen übertragen. Erst stelle ich sicher, dass sich keine Gegenstände mehr auf der Fläche befinden, dann fege ich den groben Schmutz weg, und anschließend kommt die Reinigung mit anschließender Herstellung der Anordnung.
Und noch ein Gutes hat es, wenn man so vorgeht. Nämlich dass man alles noch mal in der Hand hatte, und sich dadurch einen Gesamtüberblick verschaffen kann.

Und welche Tricks habt Ihr auf Lager? Ich freue mich über inspirierende Kommentare von Euch.

4 wirksame Tips einen Blinden zu stressen

Lydia läuft mit Blindenstock eine Treppe hoch

Rufen Sie einen Blinden spät abends an, und verlangen Sie einen Gegenstand zurück, der sich seit Monaten in seinem Besitz befindet. Machen Sie deutlich, dass sie diesen, und nur diesen Gegenstand jetzt brauchen, und in Kürze jemanden schicken, der diesen abholen wird. Achten Sie darauf, dass der Blinde wirklich allein zuhause ist, und beschreiben Sie den Gegenstand möglichst farbenfroh. Erfinden Sie eine glaubhafte Geschichte, und lassen Sie sich nicht dadurch irritieren, dass er sich nicht daran erinnern kann. Für hart gesottene Blinde eignen sich besonders Hand geschriebene Dokumente, die kein Vorlesegerät erkennen kann.
Sie sind besonders hilfsbereit, und lieben Ordnung? Prima. Bieten Sie ihrem blinden Bekannten an während seiner Abwesenheit an seine Blumen zu gießen, und räumen Sie vor seiner Rückkehr seine Wohnung auf. Vergessen Sie dabei nicht die Wohnung ein bisschen zu dekorieren. Leben Sie ihre Vorstellungen komplett aus. Achten Sie darauf, dass Sie dem Blinden nichts von der Überraschungsaktion verraten, und stellen Sie sicher, dass er seine Wohnung alleine betritt. Gönnen Sie sich nach der vielen Arbeit etwas Ruhe, und schalten Sie ihr Mobiltelefon für einige Stunden aus. Machen Sie einen Spaziergang oder setzen Sie sich in ein Kaffee.
Sie sind ein aufmerksamer Beobachter, und wollen nur das Beste für andere Menschen? Prima, dann gibt es auch für Sie die richtige Aufgabe. Passen Sie einen blinden Fußgänger ab, und laufen Sie ein paar Schritte hinter ihm. Kommentieren Sie lautstark jeden seiner Schritte und alles was er mit seinem Blindenstock berührt. Passen Sie sich unbedingt an die Laufgeschwindigkeit des Blinden an, und reden unentwegt mit ihm. Lockern Sie ihre Kommentare mit Sätzen wie „Das machen Sie ganz toll“ oder „Machen Sie langsam“ auf. Lassen Sie sich auf gar keinen Fall dadurch ablenken, dass der Blinde ihre Hilfe ablehnt. Halten Sie das Gespräch auf jeden Fall am Laufen. Haben Sie einen behinderten Menschen in der Verwandtschaft? Nur zu, erzählen Sie dem Blinden davon, und vergleichen die Beiden miteinander. Schließlich handelt es sich dabei um Leidensgenossen, die ruhig voneinander erfahren sollten.
Sie arbeiten in einem Restaurant, einem Café oder Kneipe. Sehr gut. Dann steht auch Ihnen eine Reihe von Möglichkeiten offen. Kommt ein Blinder mit Begleitung rein, dann sprechen Sie ausschließlich mit ihr. Fragen sie nach was er essen oder trinken möchte. Kommt der Blinde alleine, dann schieben Sie ihn zum Tisch, und vergessen nicht ihm den Stuhl unter den Hintern zu schieben. Wenn Sie sich entfernen, tun Sie das möglichst unauffällig. Lassen Sie sich nicht dadurch irritieren, dass der Blinde ins Leere spricht. Sprechen Sie besonders laut und gut artikuliert mit ihm, und bieten Sie ihm lautstark an sein Fleisch kleinzuschneiden. Stellen Sie ab und zu unauffällig sein Getränk um. Sprechen Sie möglichst wenig mit dem Blinden, und erwarten sie, dass er selbst aktiv wird. Beim Bezahlen reicht es dem Blinden die Hand geschriebene Rechnung hinzulegen. Wenn er sagt, dass er diese nicht lesen kann, bekunden Sie Ihr Mitleid, und fragen Sie unbedingt nach, ob man da wirklich nichts machen kann.

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade Entspannung und Stressbewältigung – Wie macht Ihr das? Von kommunikatz Teil. Mein Beitrag beinhaltet nur Anregung. Er erhebt also keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit. Daher freue ich mich auf weitere Anregungen in den Kommentaren.

Beobachten, nicht nur eine Augensache

5 bepflanzte Töpfe auf einer Fensterbank.

Auf dem Bild sind fünf Blumentöpfe auf einer Fensterbank zu sehen, die unterschiedliche Pflanzen beinhalten. Optisch sieht man, dass es unterschiedliche Pflanzen in verschiedenen Größen sind, man sieht die Farben der einzelnen Pflanzen und Töpfe. Und wer sich ein bisschen mit Pflanzen auskennt, der kann diese auch benennen.

Aber was nehme ich als blinder Mensch wahr?
Ich kann fühlen, dass 5 Blumentöpfe auf einer Fensterbank stehen. Ich fühle, dass der erste von links und der zweite Topf von rechts gleich sind, und dass die anderen sich ebenfalls gleich anfühlen. Bei denen gibt es einen kleinen Stab, der nach oben ragt, und den man nach oben bewegen kann. Alle Töpfe sind viereckig, und haben abgerundete Ecken. Sie sind aus Kunststoff. Die beiden ersten Töpfe von links stehen in einem Untersatz.
Die zweite Pflanze von links ist eine marokkanische Minze. Das fühle ich an den Blättern. Außerdem hat sie einen markanten Duft. Rechts davon wächst ein Salbei vor sich hin. Auch er hat ganz besondere Blätter und duftet bereits. Die restlichen Pflanzen sind Geranien in unterschiedlichen Wachstumsstadien. Diese kann man riechen, wenn man leicht an den Blättern reibt. Im rechten Topf fühle ich ein großes Blatt, das am Rand eine trockene Stelle hat. Links daneben ist eine große Geranie, die viele Blätter verschiedener Größen hat. Ganz oben beginnt eine erste Blühte zu wachsen. Der kleine Stamm fühlt sich schon recht robust an, lässt sich aber ein Stückchen biegen. An zwei Stellen ist er nicht so gerade gewachsen. Zwei Holzstäbchen stützen ihn ab.
Die Feuchtigkeit der Erde ist unterschiedlich hoch. Die Fensterbank ist aus Granit, und die Scheibe aus Glas. Links davon fühle ich die Gardine und den Vorhang.
Was ich nicht beobachten kann.

Hinter der Fensterscheibe hört meine Information auf. Ich kann nicht sehen, dass man in einen Garten schaut, dass man mehrere Gartenhütten, Häuser und vielleicht auch die benachbarte Straßenkreuzung sehen kann. Ich weiß das alles, weil ich hier zuhause bin, oder mir das von jemandem beschrieben wurde.

Was sagt uns das alles?
Nun, es gibt unterschiedliche Wahrnehmungen. Einmal das visuelle, das die meisten Menschen als erstes nennen. Und daneben gibt es noch die Wahrnehmungen durch die anderen Sinne, über die wir Menschen verfügen. Bei uns blinden Menschen sind diese nicht von vornherein besser, sondern sie sind besser ausgeprägt. Denn jemand, der nicht sieht, versucht möglichst viel an Information auf andere Art und Weise zu bekommen. Es ist also ein Langzeittraining, dass sinnesbehinderte Menschen in die Lage versetzt Dinge wahrzunehmen, ohne diese sehen zu können.
Menschen, die später erblinden, tun sich damit erst mal schwer. Es dauert eine ganze Weile, bis das Gehirn und die Wahrnehmung sich darauf einstellen. Und dann muss man das richtig üben. In der Regel passiert das mit professioneller Hilfe, sprich mit einem Reha Lehrer. Diese Menschen sind darauf spezialisiert spät erblindeten Menschen beim Erlernen von Orientierung und lebenspraktischen Fertigkeiten zu helfen. Und es liegt oft an einem selbst diese Dinge zu trainieren.

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade von Alice zum Thema Beobachten teil.

Hindernisse sind manchmal wichtig.

Lydia berührt eine Metallschranke mit dem Blindenstock.

Gerade komme ich vom Einkaufen. In der rechten Hand der Blindenlangstock, der die direkte Umgebung vor mir abtastet, und hinter mir der Shopper auf zwei Rädern, der meinen halben Familieneinkauf beinhaltet. Dazu kommt, dass ich ziemlich schnell unterwegs bin. Ich laufe auf eine Absperrung zu, um dann nach rechts abzubiegen. Vorher schreit eine Frau Vorsicht, und will mich festhalten.
Dies ist eine Situation, die ich immer wieder an dieser Stelle erlebe. Die Leute sehen, dass ich gleich mit dem Stock gegen diese Absperrung laufe, und sehen mich wahrscheinlich schon darüber fliegen.
Leute, entspannt Euch, heute wird nicht geflogen. Ich brauche diese Absperrung zur Orientierung. Sobald ich die entsprechende Stange berühre, weiß ich, dass ich jetzt nach rechts abbiegen muss. Das ist für mich quasi ein markanter Punkt. Also eine Beschaffenheit meiner Umgebung, die sich nicht verändert.
Da ich meine Umgebung nicht sehen kann, brauche ich Anhaltspunkte, die mir helfen meinen Weg im Straßenverkehr zu finden. Das können Laternenpfähle, Ampelpfosten, Hauseingänge oder Blumenrabatten sein. Wege sind für die meisten blinden Fußgänger so was wie auswendig lernen. Und diese Punkte sind eine Rückmeldung dafür, dass ich hier richtig laufe.
Ein weiteres Problem bei der Orientierung sind die wohlmeinenden Rufe von sehenden Personen, wie „Vorsicht“, oder „Rechts“, „Jetzt Links“. Getoppt wird das nur noch von denjenigen, die blinde Menschen einfach mal versuchen ungefragt in eine bestimmte Richtung zu dirigieren. Das nervt nicht nur, sondern verunsichert viele blinde Fußgänger. Erst recht, da wir nicht wissen aus wessen Perspektive die Richtungsanweisung kommt. Geschieht dies aus der Perspektive des Helfers, der anders steht als der Blinde, so kann dieser auch mal wohl gemeint auf die Straße gelenkt werden. Ich kann also nicht wissen, ob mein Helfer so intelligent ist, um sich in die Perspektive des Blinden hinein zu denken. Wenn Ihr meint helfen zu wollen, dann fragt einfach. Und dann respektiert die Antwort des Blinden, und lasst ihn unkommentiert seiner Wege gehen. Damit helft Ihr uns am besten.
Ich vergleiche es gern mit einer Prüfungssituation. Da steht jemand da, der beobachtet was ich wie mache, um es dann zu bewerten. Das schafft einen Ausnahmezustand, der sich auf die Konzentration auswirkt. Denn nicht jeder kann souverän damit umgehen. Erst recht nicht, wenn er oder sie den Umgang mit dem Blindenlangstock gerade erst erlernt hat.
Für diejenigen, die sich fragen was man mit dem Blindenstock überhaupt wahrnimmt, habe ich den Beitrag Der Blindenstock in der Praxis gemacht.

Dieser Beitrag wurde am 19.02.2019 im Newsletter von Raul Krauthausen veröffentlicht. Er erscheint an jedem Dienstag mit Hand verlesenen Links rund um Behinderung und Inklusion. Danke für die Erlaubnis ihn auch hier noch mal posten zu dürfen.

Fazit, jeder Mensch mit Sehbehinderung orientiert sich anders. Teilweise wird das verbleibende Sehen genutzt, um Hindernisse rechtzeitig zu erkennen, teilweise braucht es den Kontakt mit dem Hindernis durch den Blindenstock, um dieses wahrzunehmen. Wenn der Stock also gegen einen Laternenpfahl, eine Hauswand oder einen Blumenkübel stößt, dann ist das kein Grund zur Sorge. Es ist eine Strategie des blinden Fußgängers, um sich zu orientieren. Und dem Stock tut es nicht weh.

Öffentlicher Nahverkehr, diese Infos brauche ich

Lydia steht an einer Bushaltestelle

Donnerstagnachmittag an der S-Bahn-Station Konstablerwache. Gemeinsam mit einer anderen blinden Frau warte ich auf die Linie S3. Und mal wieder funktioniert die Ansage der einfahrenden S-Bahn-Linien nicht. Das ist seit ein paar Jahren normal, dass die Ansage nur sporadisch funktioniert. Für blinde Fahrgäste heißt das, dass wir bei jeder einfahrenden Bahn fremde Personen danach fragen müssen. Und wir müssen blind darauf vertrauen, dass die Auskunft richtig ist. Das ist nicht nur anstrengend, sondern einfach nur nervig. Denn ich kann keinen Blickkontakt herstellen. Und so muss ich mich irgendwie anders bemerkbar machen und hoffen, dass derjenige meine Sprache spricht. Dazu kommt, dass die Bahnen chronisch verspätet sind, so dass ich mich nicht auf die Zeiten im Fahrplan verlassen kann. Bei der nächsten Bahn frage ich also eine Frau welcher Zug da einfährt. Sie antwortet, dass es die S3 ist, und ich steige ein. Die Bahn ist so voll, und die Ansage der Haltestelle leise genug, um sie zu überhören. Und so dauert es etwas, bis mir klar ist, dass ich in der falschen Bahn sitze. Warum die Frau draußen mir die falsche Bahn genannt hat, das weiß ich nicht. Fakt ist jetzt, dass mich diese Sache mindestens eine halbe Stunde Zeit und Konzentration kostet. Das alles wäre nicht passiert, wenn die Ansage der einfahrenden Züge funktioniert hätte.

Wenn ich mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs bin, brauche ich einmal die Information was da gerade einfährt. Und normalerweise sollte das bei U-Bahnen und S-Bahnen angesagt werden. Meist funktioniert das auch.
Was ich ebenso brauche ist eine Ansage der nächsten Haltestelle. Bei U-Bahnen und S-Bahnen funktioniert diese normalerweise. Bei Bussen oft nicht. Jedenfalls nicht in den meisten, die sich hier im Kreis Offenbach bewegen. Wenn sie mal funktionieren, dann sind sie so leise, dass man sie bestenfalls noch erahnen kann. Spreche ich den Busfahrer darauf an, ist das meist ergebnislos. Ich bekomme oft Antworten wie „Funktioniert nicht“, oder „Ich sage Ihnen Bescheid“. Aber das mit dem Bescheid sagen funktioniert nicht immer zuverlässig. In der vergangenen Woche stieg ich in einen Bus ein, und fragte nach der Busnummer. Auf die Frage: „Bis wohin wollen Sie“, antwortete ich „Ich fahre bis Brauerei mit“. Der Fahrer meinte, er sage mir dann Bescheid. Tja, aber genau das tat er nicht. Und als ich das gemerkt hatte, waren wir schon daran vorbei gefahren. Für mich hieß das jetzt, dass ich einen Umweg von ca. 20 Minuten in Kauf nehmen musste, um an mein Ziel zu kommen.

20 Minuten sind jetzt kein Weltuntergang. Allerdings kann es ziemlich nervig werden, wenn einem so was öfter passiert. Erst recht, wenn man einen Fixtermin hat. Ein weiterer Aspekt ist, dass viele blinde Menschen ihre Wegstrecke regelrecht auswendig lernen. Wenn sie dann ihre Haltestelle verpassen, können sie nicht einfach mal einen anderen Weg einschlagen. Oft heißt die Lösung dann ein Taxi rufen, sich von irgendwem abholen lassen, oder fremde Menschen ansprechen und sich durchfragen. Für blinde Menschen, die noch etwas unsicher im Straßenverkehr sind, ist das eine echt blöde Situation. Dasselbe Problem haben übrigens auch Menschen, die ortsfremd sind, oder nicht so oft mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs sind.

Es gibt ein paar wenige Busfahrer, die mir bevor ich frage schon ansagen welche Linie ich gerade vor mir habe. Darüber freue ich mich riesig, da es mir die Fragerei erspart. In blind Busfahren, das ist für mich wichtig gehe ich noch mal speziell auf das Thema ein.

Und jetzt freue ich mich auf Eure Meinung und einen Erfahrungsaustausch in den Kommentaren hier auf dem Blog.