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4 wirksame Tipps einen Blinden zu stressen – Teil 2

Heute löse ich ein Versprechen ein, welches ich einigen Lesern gegeben habe. Nämlich einen Folgebeitrag zu Vier wirksame Tipps einen Blinden zu stressen zu schreiben. Diesen hatte ich im April dieses Jahres verfasst, und damit für eine Mischung aus Erheiterung und Empörung gesorgt. Dazu habe ich die Inputs gesammelt, die mir von anderen blinden Lesern als Ergänzung zugeschickt wurden. Vielen Dank für Eure Beiträge, von denen ich die Highlights ausgewählt habe.

Blinde Personen zu stressen ist an sich ganz einfach. In diesem Beitrag verrate ich Ihnen einige Tricks, die todsicher wirken, und ihnen mit ein bisschen Übung und Einfallsreichtum nicht langweilig werden.
Sie wollten schon immer wissen, ob Blinde Stimmen gut erkennen können. Das finden Sie am besten raus, wenn Sie einem über die Straße helfen, und diesem Wochen später bei einer erneuten Begegnung die Frage stellen: „Wissen Sie noch wer ich bin?“ Wiederholen Sie diese Frage ruhig ein paar Mal, und sprechen dabei mit immer lauterer Stimme. Sätze wie „Ich habe Ihnen mal geholfen“, oder „Wir haben uns mal vor einem Jahr in der U-Bahn getroffen“ verleihen dem Gespräch dabei etwas Farbe. Weisen Sie den Blinden unbedingt darauf hin, dass Blinde so ein tolles Stimmengedächtnis haben, und bringen Sie Ihre Verwunderung zum Ausdruck, wenn Sie nicht erkannt werden.
Sie sind Taxifahrer, oder haben den Blinden zufällig mal mit dem Auto gefahren? Prima. Halten Sie in der Nähe des Fahrziels, und schmeißen Sie den Blinden raus. Geben Sie Anweisungen wie „da vorne ist es“ oder wünschen dem Blinden einen schönen Tag. Alternativ dürfen Sie auch Richtungsanweisungen aus dem Auto brüllen. Das garantiert Ihnen ein breites Publikum. Vergessen Sie dabei nicht jedes noch so kleine Hindernis, dass der blinde berührt lautstark mit einem Vorsicht zu kommentieren.
Begegnet Ihnen ein Blinder auf der Straße, dann zögern Sie nicht mit Ihrer Hilfe. Nehmen sie den Blinden am Arm, und schieben Sie ihn in die richtige Richtung. Sollte er sich zur Wehr setzen, dann sprechen Sie mit ihm. Sagen Sie zum Beispiel „Ich helfe Ihnen jetzt“. Lassen Sie sich auf keinen Fall dadurch irritieren, dass er Ihre Hilfe ablehnt, oder sich über die unerwartete Berührung beschwert. Halten sie Kontakt mit dem Blinden, und kommentieren Sie jedes noch so kleine Hindernis, welches er mit dem Stock berührt. Fragen sie den Blinden, ob man da noch was machen kann. Gehören Sie einer aktiven Glaubensgemeinschaft an, dann laden Sie ihn zu einem gemeinsamen Gebet ein, auf dass er Heilung findet.
Sie sind Busfahrer. Prima, dann gibt es auch für Sie die richtigen Ansätze. Sehen Sie einen Blinden am Haltestellenschild stehen, dann fahren Sie so weit wie möglich nach vorne. Der Blinde wird dem Bus hinterher laufen. Wenn er Sie nach der Buslinie fragt reicht es, wenn Sie einfach nur „Einsteigen“ sagen. Wiederholt er die Frage, dann antworten Sie unbedingt mit der Gegenfrage nach dem Fahrziel. Bestehen Sie darauf dieses zuerst genannt zu bekommen. Schalten Sie die Haltestellenansagen aus. Beschwert der Blinde sich, dann ignorieren sie das, oder sagen „Brauchen Sie nicht. Ich sage Bescheid“.

Und wie immer handelt es sich bei dieser Auflistung nur um Ideen und Vorschläge.
Besonders bedanke ich mich bei Anja von die Kellerbande, die sich von mir zum Beitrag Wirksame Tipps, um Eltern zu stressen inspirieren ließ. Sollte jemand diesem Beispiel folgen, dann freue ich mich über eine entsprechende Verlinkung und einen entsprechenden Hinweis in den Kommentaren.

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4 wirksame Tips einen Blinden zu stressen

Rufen Sie einen Blinden spät abends an, und verlangen Sie einen Gegenstand zurück, der sich seit Monaten in seinem Besitz befindet. Machen Sie deutlich, dass sie diesen, und nur diesen Gegenstand jetzt brauchen, und in Kürze jemanden schicken, der diesen abholen wird. Achten Sie darauf, dass der Blinde wirklich allein zuhause ist, und beschreiben Sie den Gegenstand möglichst farbenfroh. Erfinden Sie eine glaubhafte Geschichte, und lassen Sie sich nicht dadurch irritieren, dass er sich nicht daran erinnern kann. Für hart gesottene Blinde eignen sich besonders Hand geschriebene Dokumente, die kein Vorlesegerät erkennen kann.
Sie sind besonders hilfsbereit, und lieben Ordnung? Prima. Bieten Sie ihrem blinden Bekannten an während seiner Abwesenheit an seine Blumen zu gießen, und räumen Sie vor seiner Rückkehr seine Wohnung auf. Vergessen Sie dabei nicht die Wohnung ein bisschen zu dekorieren. Leben Sie ihre Vorstellungen komplett aus. Achten Sie darauf, dass Sie dem Blinden nichts von der Überraschungsaktion verraten, und stellen Sie sicher, dass er seine Wohnung alleine betritt. Gönnen Sie sich nach der vielen Arbeit etwas Ruhe, und schalten Sie ihr Mobiltelefon für einige Stunden aus. Machen Sie einen Spaziergang oder setzen Sie sich in ein Kaffee.
Sie sind ein aufmerksamer Beobachter, und wollen nur das Beste für andere Menschen? Prima, dann gibt es auch für Sie die richtige Aufgabe. Passen Sie einen blinden Fußgänger ab, und laufen Sie ein paar Schritte hinter ihm. Kommentieren Sie lautstark jeden seiner Schritte und alles was er mit seinem Blindenstock berührt. Passen Sie sich unbedingt an die Laufgeschwindigkeit des Blinden an, und reden unentwegt mit ihm. Lockern Sie ihre Kommentare mit Sätzen wie „Das machen Sie ganz toll“ oder „Machen Sie langsam“ auf. Lassen Sie sich auf gar keinen Fall dadurch ablenken, dass der Blinde ihre Hilfe ablehnt. Halten Sie das Gespräch auf jeden Fall am Laufen. Haben Sie einen behinderten Menschen in der Verwandtschaft? Nur zu, erzählen Sie dem Blinden davon, und vergleichen die Beiden miteinander. Schließlich handelt es sich dabei um Leidensgenossen, die ruhig voneinander erfahren sollten.
Sie arbeiten in einem Restaurant, einem Café oder Kneipe. Sehr gut. Dann steht auch Ihnen eine Reihe von Möglichkeiten offen. Kommt ein Blinder mit Begleitung rein, dann sprechen Sie ausschließlich mit ihr. Fragen sie nach was er essen oder trinken möchte. Kommt der Blinde alleine, dann schieben Sie ihn zum Tisch, und vergessen nicht ihm den Stuhl unter den Hintern zu schieben. Wenn Sie sich entfernen, tun Sie das möglichst unauffällig. Lassen Sie sich nicht dadurch irritieren, dass der Blinde ins Leere spricht. Sprechen Sie besonders laut und gut artikuliert mit ihm, und bieten Sie ihm lautstark an sein Fleisch kleinzuschneiden. Stellen Sie ab und zu unauffällig sein Getränk um. Sprechen Sie möglichst wenig mit dem Blinden, und erwarten sie, dass er selbst aktiv wird. Beim Bezahlen reicht es dem Blinden die Hand geschriebene Rechnung hinzulegen. Wenn er sagt, dass er diese nicht lesen kann, bekunden Sie Ihr Mitleid, und fragen Sie unbedingt nach, ob man da wirklich nichts machen kann.

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade Entspannung und Stressbewältigung – Wie macht Ihr das? Von kommunikatz Teil. Mein Beitrag beinhaltet nur Anregung. Er erhebt also keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit. Daher freue ich mich auf weitere Anregungen in den Kommentaren.