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SightCity 2018, ein Erfahrungsbericht

In der Zeit vom 25.04. bis 27.04.2018 fand die SightCity statt. Über den Sinn und Zweck einer derartigen Veranstaltung hatte ich bereits in diesem Beitrag geschrieben. Einen weiteren Erfahrungsbericht fand ich auf dem Blog Inklusion umsetzen. Und eigentlich hatte ich vor selbst nochmal ein paar Sätze darüber zu schreiben. Doch das hat mir mein heutiger Gastautor Thorsten abgenommen, der sich gleich selbst vorstellen wird.

SightCity 2018 – ein Blindlife-Gruppentreffen der besonderen Art

Ein ganz großer Dank an Lydia, dass ich den Beitrag hier posten darf. Nachfolgend ein – teilweise gekürzter – Bericht meines Besuchs der SightCity 2018.

Bildbeschreibung:
Es handelt sich um eine Nahaufnahme eines Leitstreifens der SightCity. Es wurde im Hochformat aufgenommen und zeigt im Vordergrund über die gesamte Breite den Leitstreifen der nach oben bis in einen Horizont verläuft und dem Bild so eine enorme tiefe gibt. Die Aufnahme erfolgt ~5 Zentimeter oberhalb vom Boden, weshalb eine extreme Perspektive entsteht.

Zu meiner Person:
Ich bin 45 Jahre alt, wohne in Oberursel und bin sehbehindert.

Wie kam ich zur SightCity?
Ich habe mich 2017 intensiv mit dem Thema Behinderung auseinandergesetzt und bin dabei über den YouTube-Channel von Blindlife gestolpert, der mich gepackt hat, weil mir Erdin auf Anhieb sympathisch war.
Ihr solltet Euch seinen Trailer ansehen oder anhören – das lohnt sich!
Erdin Ciplak – Kanaltrailer – Blindlife

Er war letztes Jahr auf der SightCity und hat dort einige Hilfsmittelvideos erstellt, über die ich auf die SightCity aufmerksam geworden bin. Da die Messe in Frankfurt am Flughafen stattfindet und das nur 1 Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln entfernt ist, hatte ich für 2018 einen Besuch geplant.

Mittwoch:
Ich hatte am Vorabend mit Erdin telefoniert, um einen Treffpunkt für Mittwoch zu vereinbaren. Ich fuhr am Mittwoch daheim los und rief ihn unterwegs nochmals an:
Erdin: ‘Ich bin noch unterwegs’
Thorsten: ‘Ich auch’

Es stellte sich über SMS heraus, dass er sich noch auf dem Weg zum Bahnhof Frankfurt befand, während ich schon kurz vor dem Flughafen war. Hätte ich doch eher nochmals nachgefragt, weil ich ihn dann am Bahnhof hätte begleiten können, was aufgrund der Baustelle im Tiefbahnhof durchaus sinnvoll ist.
So blieb mir nichts anderes übrig als am Flughafen zu warten, weil die Rückfahrt zeitlich nicht möglich gewesen wäre. Nun die Überlegung, wie ich ihn wohl erkennen könnte. Ich habe mit meinen Augen Probleme, Menschen auf Distanz zu sehen und er ist blind – wird bestimmt lustig.
Nach der Ausfahrt der nächsten S-Bahn hatte ich ihn nochmals angerufen, weil er eigentlich damit hätte kommen müssen und ich ihn auf dem Bahnsteig, der mittlerweile leer war, nicht gesehen hatte.
Das Smartphone aus der Tasche geholt und Erdin erneut angerufen:
Erdin: ‘Ich bin die Rolltreppe hoch gefahren’
Thorsten: ‘Welche?’ (Was für eine blöde Frage an einen ortsunkundigen Blinden…)
Erdin: ‘Die direkt an der S-Bahn war’

Das war eine lange S-Bahn mit 3 Teilen und es gibt mehrere Rolltreppen die nach oben führen. Nach Murphy hatte ich die Falsche genommen und Ihn dann doch gefunden. Wir hatten praktisch bis auf etwa 3 Meter Entfernung miteinander telefoniert.
Für mich war die Begegnung etwas Besonderes, weil ich Erdin im Februar in Hamburg treffen wollte, es aber ganz kurzfristig absagen musste und nun endlich der Wunsch eines Treffens in Erfüllung ging.

Nun ging es gemeinsam auf die Messe, die wir mit einem kleinen Rundgang starteten, bevor es zu Neues ging, wo Erdin ein Video mit dem kanadischen Entwickler und dem deutschen Vertreter geführt hat. Dazu noch ein Produktvideo und ein tolles Produkt waren im Kasten. Hoffen wir, dass ich es an der Kamera nichts falsch gemacht habe. Ich bin es zwar gewohnt, Bilder zu machen aber Video ist so eine Sache – insbesondere mit einer fremden Kamera.

Was ist Neues?
Mit Hilfe einer Kamera wird über 2 kleine Displays eine bis zu 10 fache Bildvergrößerung erreicht, die optional mittels zusätzlicher Optik auf Fach erweiterbar ist. Bedienbar ist sie über kleine Drucktaster an den Brillenbügeln oder per Fernbedienung über Bluetooth – technisch voll ‘up to date’.
Im Anschluss wieder etwas über die Messe geschlendert und dann eine Stimme:
‘Du bist doch Erdin, oder?’
Erdin war – sofern man ihn sehen konnte –  aufgrund seines Blindlife T-Shirts nicht zu übersehen. Ansonsten gibt es ja noch die Möglichkeit ihn zu hören.
Nun bestand die Gruppe aus 3 Personen- Erdin, Thorsten und Stefan – die regelmäßig mal einen Leitstreifen blockiert haben, wobei der ‘LSS’ entstanden ist.

Der Leitstreifenstörer:
Es handelt sich hier um eine Person oder Gruppe, die anderen Teilnehmern der SightCity den in der Mitte verlaufenden Leitstreifen blockieren und somit bei der Nutzung stören.
Es kam regelmäßig zu Kollisionen auf dem Streifen, die man häufig nicht verhindern konnte, weil die Betroffenen sich so schnell begegneten, dass man nur die Kollision und die anschließende Entschuldigung gehört hat. Nächstes Jahr sollte über einen zweigleisigen Leitstreifen mit Rechtslaufgebot nachgedacht werden – zumindest auf den Hauptwegen, um den Durchsatz zu erhöhen und die durch Kollisionen verursachten Staus zu vermeiden. Das wird zwar den Anteil an LSS steigern, aber für Blinde die Kollisionswahrscheinlichkeit reduzieren.
Derartige Geschichten und Theorien waren neben den täglichen Dingen des Lebens ein wesentlicher Bestandteil des Tages und haben regelmäßig zu Lachern geführt.

Die e-Sight…
Kommen wir nochmal auf die Hilfsmittel zurück…
Die e-Sight war hinsichtlich Marketing ein Trauerspiel, wie ich es in 19 Jahren Berufsleben als Berater im IT-Umfeld noch nicht erlebt habe.
Die Firma, die die e-Sight herstellt, hatte einen Stand, der strategisch gut positioniert war, weil dort viele Leute vorbei mussten – eigentlich genial, um das Produkt zu präsentieren…
Da wir die NuEyes gesehen hatten und die in Sachen Marketing und Kommunikation am Stand alles richtig gemacht haben, wollten wir uns nun die e-Sight anschauen – ist ja immerhin ein Konkurrenzprodukt.
Anfassen und Anschauen am Stand war möglich. Auf die Frage, ob man sie auch ausprobieren könnte, kam folgende Antwort:
‘Die Lichtbedingungen wären nicht optimal, um das Produkt hier testen zu können’
Das hat bei uns zur Verwirrung geführt, weil die Brille doch auch im Alltagsleben einsetzbar sein soll und man gerade dort häufig mit nicht perfekten Lichtbedingungen zu tun hat. Erdin hat noch etwas hartnäckiger nachgebohrt, weil ihm die Antwort auch sehr verwundert hat. Sie kam zudem in einer Form, dass man den Eindruck hatte, das sie wirklich nichts vermarkten wollen.
Nächste Antwort:
‘Schauen Sie hier. Die Displays müssen perfekt auf den Träger eingestellt werden und um ein optimales Seherlebnis erreichen zu können, sollten vor den Displays extra Gläser eingepasst werden, die der Brillenstärke entspricht’
Die Antwort hatten wir bei NuEyes auch bekommen, konnten die Brille dennoch über der normalen Sehbrille ausprobieren – da war testen also möglich…
Schade, die Antworten und der Umgang mit uns war ganz klar in Richtung: ‘Die wollen nichts verkaufen’ Sowas auf einer Messe ist einfach nicht zu fassen.
Warum haben die überhaupt einen Stand gemietet???

Die Gruppe wächst
Die Gruppe wurde um Jasmin und Sandra erweitert, die sich im Vorfeld mit Erding abgesprochen hatten. Nun waren wir 5 und hatten unglaublich viel Spaß. Die SightCity war zu einem Treffen und Erfahrungsaustausch geworden.
Für mich war der Tag im Hinblick auf meine Sehbehinderung äußerst interessant, weil wir von Blind bis normales Sehen alles in der Gruppe hatten. Gerade zwischen mir und Stefan war der Unterschied auf dem Papier nicht so groß. Er kann aber in der Ferne schnell etwas wahrnehmen, während ich einige Sekunden brauche, bevor ich etwas lesen kann. Dafür habe ich bei Dunkelheit im Sichtfeld deutlich weniger Probleme.
Was ich gelernt habe ist, dass der gemessene Sehrest nur wenig Bedeutung hat. In Gesprächen mit anderen Betroffenen hat sich bestätigt, dass das Thema Sehbehinderung ein schier unvorstellbarer Umfang hat. Ich muss hier noch viel lernen…

tour de sens
Nachmittags besuchten wir den Stand von tour de sens, um uns deren Reisekonzept erläutern zu lassen. Ich fand es sehr spannend, wie sie Blinde, Sehbehinderte und Sehende zusammenbringen. Insbesondere der Tausch in der Gruppe brachte mich spontan zur Frage, ob das wie ‘Frauentausch’ wäre.
Die Besitzerin von tour de sens musste herzhaft lachen, weil der Zeitpunkt meiner Frau perfekt passte. Das war der Brüller für den ganzen Tag.

Comde
Das war ein Erlebnis, das mich noch einige Zeit beschäftigen wird. Wir waren an dem Stand, weil uns die Vielfalt bei der Konfiguration von Blindenstöcken so fasziniert hat. Ist schön, wenn Betroffene so viele Wahlmöglichkeiten haben, um sich das Hilfsmittel nach eigenen Wünschen zusammenstellen können. Allein die Auswahl an verschiedenen Kugeln und Griffen ist eine Wissenschaft für sich. Zudem finde ich es gut, das comde einen Reparaturservice anbietet. Warum soll ein Stock gleich ausgetauscht werden, wenn nur 1 Element krumm ist?
Das Gespräch mit einem Mitarbeiter von comde war aber der Hammer. Er ging auf uns ein und hat sich gut 30 Minuten mit uns sehr einfühlsam und fernab vom Thema Blindenstöcke unterhalten. Ich habe es an verschiedenen Ständen erlebt, das sehr offen mit der Behinderung umgegangen wird und man sehr individuell auf den Besucher eingeht. Es geht nicht nur um die Präsentation der eigenen Produkte sondern sehr viel um den Menschen selbst. Das ist in unserer heutigen Gesellschaft alles andere als normal und für mich ein ganz wichtiger Punkt bei der SightCity.
Daher ein großer Dank an den ‘einäugigen’ Mitarbeiter von comde, sowie den anderen Gesprächspartnern die ich hatte.

Nach dem Ende der SightCity hatten wir noch etwas Zeit, bevor Jasmin und Sandra die Heimreise antreten mussten. Wir fuhren zum Hauptbahnhof, da man dort etwas preisgünstiger Essen gehen kann und der Weg zum Zug kurz ist, was uns mehr Zeit für das gemeinsame Essen gibt.
Nach dem Essen wurden Jasmin, Sandra, Erdin und Stefan in der Reihenfolge bis zum Zug begleitet, bis ich dann allein die Heimfahrt antreten konnte.

Fazit Tag 1 SightCity:
Ich war sehr beeindruckt von dem Tag.
Meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen, sofern man überhaupt eine Bewertungsskala so weit nach oben öffnen kann.
Die gemeinsame Zeit in der Gruppe wird mich noch lange beschäftigen und für viele Geschichten in der Zukunft dienen. Danke an alle die daran beteiligt waren.

Was für ein grandioser Tag!

Donnerstag
Erstmal Lydia anrufen und klären, wo wir uns treffen können. Allein das Telefonat hat mir viel Spaß gemacht, weshalb ich noch mehr Lust darauf hatte, sie endlich kennenlernen zu können.
Eigentlich war der 2. Tag mit Stefan eher für die Hilfsmittel geplant, was wir auch geschafft haben. Das Treffen mit Lydia hat das Ganze etwas verändert, was aber trotzdem gut reingepasst hat. Es ging letztendlich um das Networking, wie wir es am Mittwoch erlebt hatten.

Treffen mit Lydia
Sie kam etwas später und musste vor dem Treffen noch etwas erledigen, weshalb ich mit Stefan vorher Hilfsmittel angeschaut hatte. Sie rief dann an und fragte wo wir wären.
Ich finde es schon recht interessant, wenn man sagt wo man etwa ist und von Ihr dann spontan die Antwort kommt:
‘Die Ecke kenne ich. ich komme zu Euch. Ich bin übrigens die mit dem Blindenstock und schwarzem Haar’
Das mit dem Stock und den Haaren war eine echt lustige Sache. Es gab dort ja nicht viele Personen mit Blindenstock…
Wir haben es dann doch geschafft und sind einen Kaffee trinken gegangen, was etwas länger gedauert hat. Danke an Lydia für das tolle Gespräch und die Ideen, die sie noch umsetzen möchte – fernab von diesem Blog.

Technik: flusoft
Ich war mit Stefan bei flusoft, weil ich dort ein persönliches Gespräch wegen der Probleme mit der Vergrößerungssoftware Zoomtext führen wollte. Ich arbeite seit August 2017 mit Zoomtext und war in den 1. Wochen sehr zufrieden, weil die Software genau das bietet was ich brauche. Leider änderte sich das ab November und ist bis heute in einigen Punkten schon frustrierend. Leider konnten die Probleme bis heute nicht abgestellt werden und die Zukunft deutet darauf hin, dass sich auch daran nichts ändern wird.
Das ist zumindest das Fazit des Gespräches. Ist leider nicht ganz was ich mir erwünscht hatte aber immerhin ein Ergebnis, mit dem man auf die Suche nach neuen Möglichkeiten gehen kann. immerhin ist ja SightCity, wo man sich alles anschauen kann.

2.Treffen mit Erdin
Erdin hatte kurzfristig auf Facebook zum Treffen um 14:00 aufgerufen. Es war ein sehr kurzentschlossener Termin, weil er eigentlich schon auf dem Heimweg sein wollte. Ich freue mich dennoch, das wir uns nochmals kurz gesehen und dabei über den Mittwoch sprechen konnten.
Bei dem Treffen ist übrigens ein Foto aus seinem Video entstanden, wo ich mit der Kamera in der Hand zu sehen bin. Das Bild war etwas albern, weil ich Stefan fotografiert habe, während er von mir und Erdin ein Bild gemacht hat. Ich bin da genauso spontan wie Erdin.

e-Sight die 2.
Sollte es zum Thema e-Sight doch noch ein Happy End geben? Erdin hatte erfahren, das am Stand von Reinecker die Möglichkeit bestand, die e-Sight zu testen.
Wie krank ist das denn? Am Stand des Herstellers war es nicht möglich und bei einem deutschen Unternehmen wurden gleich 2 funktionsfähige Brillen präsentiert. Vielleicht mag dazu ja mal jemand etwas schreiben. Ich persönlich fand die NuEyes besser, wobei ein Test nach 5 Minuten noch keine Aussagekraft hat.
Fakt ist, dass sich einiges in dem Umfeld ändert und in ein paar Jahren wirklich spannende Produkte verfügbar werden.

Dolphin
Stefan hatte mir viel über SuperNova erzählt, weil er das Produkt seit einigen Jahren nutzt. Da es von Dolphin einen Stand gab, habe ich mir nachmittags Zeit genommen und mir das Produkt vorführen lassen. Die Präsentation war klasse, da auch auf konkrete Fragen zur Konfiguration eingegangen wurde. Es wurde sogar direkt die von mir gewohnte Konfiguration eingerichtet, so dass ich Supernova mit den Shortcuts von Zoomtext nutzen konnte. Kleine Anmerkung am Rande: Die Default-Shortcutdefinition für Zoomtext in Supernova bezieht sich auf den alten Tastaturlayouts für Zoomtext bis Version 15. Dadurch entstand etwas mehr Arbeit bei der Konfiguration. Aber es hat mir schnell gezeigt, dass ich damit bestimmt klarkommen kann.
Ich arbeite mittlerweile mit Supernova und habe dabei bereits ein paar Unterschiede zwischen den Produkten entdeckt aber noch nichts, was den Umstieg verhindern könnte.
Ich muss mal mit Lydia sprechen, ob ich einen Artikel zum Thema Zoomtext ⇔ Supernova schreiben soll.
Hättet Ihr Interesse daran?

2.Treffen mit Lydia und Abendessen
Zum Ende der SightCity hatte ich Lydia nochmal angerufen und gefragt, ob Sie noch einen Kaffee trinken möchten. Sie sagte morgens, dass Sie gerne Kaffee trinkt und dass auch eine Art Brennstoff für den Körper wäre.
Sie stand bereits an der Bushaltestelle und kam wieder zu uns zurück, damit wir gemeinsam noch eine Pizza essen gehen können. Den Kaffee haben wir einfach ausfallen lassen – Pizza scheint wohl auch eine Art Brennstoff zu sein.
Lydia hatte die Wahl und führte uns zur Konstablerwache in Frankfurt. Da hatte ich dann das nächste schöne Erlebnis, das für Sehende im 1. Augenblick komisch ist – für Sehbehinderte mit viel Sehrest übrigens auch. Sie beschrieb den Weg exakt von der S-Bahn bis zur Pizzeria. Entscheidend war, dass ich Ihr aus der S-Bahn raus keinen Hinweis gegeben hatte wo wir genau waren aber sie hat uns dennoch exakt dahin gebracht.
Ich habe einen großen Respekt vor den Navigationsfähigkeiten von Blinden Menschen. Dank an Lydia für diese kleine Demonstration und die schöne Restaurantempfehlung.
Leider musste Stefan viel zu früh gehen, so dass wir nur noch zu zweit waren. Leider geht jeder Abend irgendwann mal zu Ende, so dass wir den Heimweg antreten mussten.
Für den heutigen Tag ein großer Dank an Lydia, Erdin und Stefan, die den 2. Tag SightCity zu einem wunderschönen Tag haben werden lassen.

Fazit:
Das waren 2 Tage SightCity, die durch das viele Laufen körperlich anstrengend waren. Die entstandene Gruppe und die daraus resultierenden Gespräche und Diskussionen werden mich noch lange begleiten.
Diese vielen positiven Eindrücke haben schon heute die Entscheidung für 2019 sicher gemacht.

Ich komme sicher zur SightCity 2019 nach Frankfurt.
Seid Ihr auch da und habt Lust mit uns gemeinsam was zu erleben?

Wenn ja dann meldet Euch bei Lydias Welt oder Blindlife auf Facebook. Dort gibt es regelmäßig News.

Euer Thorsten aus Oberursel

Danke Dir, Thorsten, für Deinen lebendigen Erfahrungsbericht. Und jetzt freue ich mich auf ein Like von jedem, dem es gefallen hat.

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Allgemein Alltag

Sight-City – weltgrößte Messe rund um Blindheit und Sehbehinderung

Während blinde Menschen vor einem halben Jahrhundert als permanent hilflos waren, hat sich die Einstellung unserem Personenkreis gegenüber soweit gewandelt, dass auch ein selbstbestimmtes Leben möglich ist. Je nach Behinderung, Wesen oder Mobilität braucht die eine oder andere Hilfestellung in unterschiedlichen Lebensbereichen.

Theoretische Inhalte darüber gibt es im Netz der Netze in Hülle und Fülle. Ich möchte mal auf die Perspektive einer blinden Person eingehen. Ab und zu brauche ich Hilfe beim Putzen, da ich dafür die mehrfache Zeit brauche, die ein Sehender braucht. Auch handschriftlich verfasste Mitteilungen an mich gehen nur mit Hilfe einer sehenden Assistenz.
Dennoch gibt es eine Menge Hilfsmittel, die mir meinen Alltag erleichtern. Da wäre meine Waage, die mit einer Sprachausgabe versehen ist, so dass auch ich mein Mehl oder Zucker Gramm genau abwiegen kann. Da ist mein sprechendes Farberkennungsgerät, mit welchem ich feststellen kann, ob ich jetzt den blauen, oder den roten Pullover in Händen halte. Und da ist die Software, die gerade jetzt dafür sorgt, dass ich jeden Buchstaben, oder jedes Wort, das ich gerade in den Computer eingebe, vorgelesen bekomme.
Doch nicht nur die Hersteller von Blindenhilfsmitteln haben blinde Personen als Zielgruppe entdeckt. Auch andere Branchen leben inzwischen davon. Da sind die Anbieter für Reisen, die speziell für blinde und sehbehinderte Personen konzipiert sind. Da sind Firmen, die sich auf Schulungen spezialisiert haben. Und da sind Vereine und Selbsthilfegruppen, die ihre Arbeit vorstellen.
Doch sind nicht nur blinde und sehbehinderte Personen als Zielgruppe interessant, sondern auch Angehörige und Freunde von Betroffenen. Und natürlich auch potentielle Kostenträger für Bildungsmaßnahmen. Daher bieten größere Hilfsmittelmessen ein entsprechendes Rahmenprogramm mit Vorträgen oder Podiumsdiskussionen zu unterschiedlichen Themen an.

Ein Highlight ist die jährlich in Frankfurt am Main stattfindende SightCity, Europas größte Hilfsmittelmesse für Blinde und Sehbehinderte. Drei Tage lang präsentieren Aussteller aus aller Welt ihre Neuheiten und Angebote. Daher ist diese Messe für jeden interessant, der sich umfassend informieren möchte. Entsprechend viele blinde und sehbehinderte Besucher nehmen dieses Angebot wahr.
Ein Hilfsmittel ist ein Gegenstand, der einen im Alltag begleitet. Daher ist es wichtig dieses vor dem Kauf in der Hand gehalten und die Bedienung ausprobiert zu haben. Erst recht, wenn es sich um ein kostspieliges Hilfsmittel handelt. Für blinde und sehbehinderte Kunden ist das noch wichtiger, da sie oft die Abbildungen der Hilfsmittel im Onlinehandel oder Hilfsmittelkatalog nicht sehen können.
Ein gutes Beispiel ist mein Blindenlangstock, der mich auf meinen Wegen durch den Alltag begleitet. Ein Blindenstock ist nicht  nur ein Stock. Es gibt diesen in unterschiedlichen Varianten, und mit mancher Zusatzfunktion. Und da ich mich mit dem Blindenstock auf der Straße sicher bewegen möchte, und dabei will, dass sich dieses für mich gut anfühlt, suche ich mir den entsprechenden aus, indem ich damit ein paar Schritte laufe, sein Gewicht prüfe, mich frage, ob mir das Material des Griffs gefällt usw. Und dann gibt es auch unterschiedliche Stockspitzen, zwischen denen ich wählen kann. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen, je nach Einsatzgebiet.
Daher bin ich ein Freund davon solche Messen oder Ausstellungen zu besuchen. Sie bieten mir die Möglichkeit mehrere Anbieter verschiedener Produkte kennenzulernen und direkt miteinander zu vergleichen. Ich kann das Hilfsmittel in die Hand nehmen, dem Aussteller jede Frage stellen, die mir wichtig erscheint. Und da viele Betroffene auf solchen Messen unterwegs sind, ist das für viele eine gute Gelegenheit sich zu treffen, Erfahrungen auszutauschen oder einfach mal einen Kaffee miteinander zu trinken.

Wer jetzt neugierig geworden ist, findet auf der Homepage der SightCity alle erforderlichen Informationen über Aussteller und Rahmenprogramm. Viel Spaß beim Stöbern. Und vielleicht treffe ich den ein oder anderen meiner Follower dort.

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Allgemein Alltag Sport und Freizeit unterwegs

Vorlesestock hilft Blinden im Alltag

Wer blind ist, orientiert sich ganz anders als ein normal sehender Mensch im Straßenverkehr. Dabei sind markante Punkte, wie Straßenkreuzungen, Hauseingänge oder ein besonderer Straßenbelag eine große Hilfe. Doch in manchen Situationen kommen blinde Fußgänger an ihre Grenzen. Umso wichtiger wäre es Hausnummern, Straßenschilder oder die Aufschrift eines Ladenlokals lesen zu können. Denn nicht immer ist jemand auf der Straße unterwegs, den man fragen kann.
Herkömmliche Blindenstöcke stellen das Auge des Blinden am Boden dar. Mit Hilfe der Stockspitze kann der Bodenbelag, Stufen oder andere Hindernisse ertastet werden. Der Blindenlangstock wird mittels einer Pendelbewegung von links nach rechts in Schulterbreite ausgeführt. Die Länge ist von der Körpergröße des Nutzers abhängig, um eine größtmögliche Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Und wenn der Stock nicht mehr benötigt wird, ist er zusammenklappbar, und kann in einer Tasche, oder unter einem Stuhl verstaut werden.
Einer Forschergruppe aus Erlensee ist es erstmals gelungen einen innovativen Blindenstock zu entwickeln. Der Stick Reader 3000 sieht aus wie ein herkömmlicher Blindenstock, bringt jedoch einige nützliche Funktionen für blinde Nutzer im Straßenverkehr mit.
Der Stick Reader 3000 wurde als Vorlesestock entwickelt. Er kann beim Gehen wie ein herkömmlicher Blindenstock verwendet werden, bietet jedoch viele zusätzliche Vorteile. Mit seiner Hilfe lassen sich Straßenschilder oder Werbeplakate auslesen. Eine kleine Kamera befindet sich ca. 10 cm über der Stockspitze. Sie ist mit einer Klappe versehen, um sie vor Wasser und Schmutz zu schützen. Im Griff, der kaum dicker als der eines herkömmlichen Blindenstocks ist, sind ein Lautsprecher, der Akku, Audio- und Datenanschluss verbaut. Bei Bedarf kann auch ein Headset via Bluetooth angeschlossen werden. Das ist bei stark befahrenen Straßen besonders wichtig.
Um den Vorlesemodus des Stick Reader 3000 zu aktivieren, wird er mit der Spitze nach oben gehalten. Mehrere Fotos werden in Richtung der Stockspitze gemacht, und mit Hilfe einer OCR-Software aus den Bildern der Text herausgefiltert und vorgelesen.

Vorlesestock Kamera hochkant Schild
Vorlesestock Kamera hochkant Schild

Eine kleine Lampe sorgt bei schlechten Lichtverhältnissen für eine gute Bild- und Texterkennung. Die Akkulaufzeit beträgt zurzeit einen Monat im Stand-by-Modus. Bei eingeschalteter Lampe verkürzt sie sich auf zwölf Stunden. Ein Ladekabel wird mitgeliefert. Die Vorlese-Software ist Open Source und kann beliebig erweitert werden. Mit einem namhaften Elektronikkonzern soll demnächst eine Kleinserie produziert werden, um eine Testphase einzuleiten. So werden in Zukunft auch große Werbeplakate und Firmenschilder kein Problem darstellen. Und mit etwas Übung geht auch das Auslesen von Hausnummern und einfahrenden Bussen.

Vorlesestock Kamera Fahrplan
Vorlesestock Kamera Fahrplan

Doch die Entwickler des Stick Reader 3000 haben noch mehr vor. Wichtige Punkte sind eine Offlinelösung für die Vorlesefunktion des Stocks, damit blinde Nutzer unabhängig von Funklöchern sind. Damit könnte auch das Auslesen von Klingelschildern möglich werden. Außerdem soll es möglich werden den Griff des Stick Reader 3000 an das jeweilige Outfit des Nutzers oder der Nutzerin anzupassen. An einer entsprechenden Beleuchtungstechnik wird noch geforscht. Ebenfalls soll es möglich sein den Stick Reader 3000 per Smartphone aufzuspüren und einen lauten Piepton darauf zu schicken. Das ist besonders wichtig, wenn mal jemand den Standort des Stocks verändert hat, ohne den blinden Besitzer darüber zu informieren.
Die Entwickler sind selbst blind oder sehbehindert, und kennen daher die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe am besten. Daher dürfen wir auf die Weiterentwicklung des Stick Reader 3000 gespannt sein.

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Allgemein blinde Eltern

Elternassistenz, Wofür ist das gut?

Die meisten meiner Gastautoren finde ich über soziale Netzwerke. In einem Post über Facebook suche ich nach blinden Eltern, denen aufgrund der Sehbehinderung Elternassistenz bewilligt wurde. Einige Stunden später schaue ich nach, ob sich jemand gemeldet hat. Und siehe da, eine sehbehinderte Mutter hat einen Kommentar hinterlassen. Allerdings hält sich meine Begeisterung in Grenzen, da dieser etwas abfällig ist. So als sei jeder, der zugibt Hilfe bei der Teilhabe seiner Kinder zu benötigen nur zu doof. Sie bekommt dann auch eine dementsprechende Antwort von mir. Denn ich finde, dass sich niemand dafür rechtfertigen braucht, wenn er oder sie Hilfe in Anspruch nimmt. Und schon gar nicht in den eigenen Reihen. Daher habe ich mich zu dem folgenden Statement entschlossen.
Fangen wir mal mit dem Begriff der Elternassistenz an. Das ist Assistenz, also Hilfe bei den Dingen, welche jemand aufgrund seiner Behinderung nicht alleine erledigen kann. Und da nicht alle Menschen identisch sind, sind blinde Eltern es auch nicht.
Ich habe eine gute Orientierung und bin mit dem Blindenstock mobil genug, um mit meinen Kindern rausgehen zu können. Daher habe ich meine Kinder erst im Tragetuch getragen, und später an die Hand genommen. Allerdings habe ich mir Hilfe geholt, wenn mir die Gegend nicht vertraut war, oder wenn es darum ging kleine Kinder auf dem Spielplatz im Auge zu behalten. Und ich habe mir gern sehende Hilfe organisiert, wenn ich auf Schulfesten war, da mir die Geräuschkulisse mit hunderten von Eltern und Kindern Schwierigkeiten bereitet. Und nicht immer war es möglich sich mit anderen Eltern zu verabreden.
Solange ein Ziel mit Bus und Bahn erreichbar war, kamen wir alleine zurecht. Als eines meiner Kinder jedoch einen Therapietermin hatte, der zu knapp für öffentliche Verkehrsmittel war, ließ ich mir von einer Assistenz mit Auto helfen. Da wo ich wohne gibt es ein gut ausgebautes Verkehrsnetz. Wohnen blinde Eltern irgendwo, wo das nicht so ist, dann brauchen sie mehr Hilfe, um von A nach B zu kommen.
Sehr oft werden Eltern mit einer Behinderung auf den nicht behinderten Partner oder auf das soziale Umfeld verwiesen. Dabei ist der sehende Partner in erster Linie der Partner, und nicht der permanente Assistent. Tja, und ein gutes soziales Umfeld hat nicht jeder. Das ist wie im normalen Leben. Das familiäre Umfeld ist nicht immer mit der Art einverstanden, wie man seinen Nachwuchs erzieht. Und da bin ich nicht anders als andere Eltern ohne Behinderung. Ich erziehe meine Kinder selbst, ganz gleich ob meine Familie, meine Bekannten oder Freunde das gut finden oder nicht. Ich habe kein Problem mit einem guten Meinungsaustausch. Aber an dem Punkt, an dem jemand meinen Kindern ohne mein Einverständnis Anweisungen erteilt, ist Schluss mit der Hilfe. Diesen Menschen rate ich gern, dass sie doch bitte ihren eigenen Nachwuchs erziehen sollen.
Es gibt aber auch Menschen mit Behinderung, die ein gut funktionierendes soziales Umfeld haben. Diesen Menschen gilt mein Respekt. Denn es ist sicher nicht einfach die Grenzen zwischen effektiver Hilfe und Bevormundung zu ziehen.
Ich habe mich in vielen Fällen mit bezahlter Assistenz wohler gefühlt. Da gab es klare Vereinbarungen über den Zeitpunkt, die Leistung und die Zuständigkeiten. Und ganz wichtig, man muss irgendwie auch zusammenpassen. Und eine Assistenz, die ich selbst bezahle, kann ich mir als Arbeitgeber aussuchen, das familiäre Umfeld nicht.
Das Thema Elternassistenz wird selbst in den eigenen Reihen der Behindertenverbände etwas belächelt und eher stiefmütterlich behandelt. Das liegt daran, dass Eltern mit Behinderung nicht so stark vertreten sind wie Kinderlose Menschen mit einer Behinderung. Vieles können wir selbst bewerkstelligen. Aber es gibt nun einmal Dinge, die gehen nicht alleine. Und das ist nicht nur, dass blinde Eltern kein Auto fahren können. Ein sehr anschauliches Beispiel habe ich für Anja von „Die Kellerbande“ hier beschrieben.

Und nun lade ich Euch ein in den Kommentaren über diesen Beitrag zu diskutieren.

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Allgemein Alltag Bildung Zu Gast auf lydiaswelt

Für Selbstverständlichkeiten bewundert werden

Auf dem Beitragsfoto sitzt Susanne Aatz an einem Tisch. Ihre Finger gleiten lesend über eine mobile Braillezeile. Sie ist heute meine Gastautorin.

Susanne ist 42 Jahre alt, gesetzlich blind und lebt in Hamburg. Die Dipl. Pädagogin und Peer Counselorin (ISL) ist ehrenamtlich in der Blindenselbsthilfe Hamburg tätig.

Für Selbstverständlichkeiten bewundert werden

 Ich bin gesetzlich blind und mehrfach behindert, habe aber noch einen kleinen Sehrest.

Oft sind meine Mitmenschen neugierig. Sie können sich nicht vorstellen, wie ich bestimmte Tätigkeiten im Alltag verrichte, ohne voll zu sehen. Ich muss viel erklären und höre oft: „bewundernswert, wie sie das alles machen!“ „Für mich ist das normal!“ sage ich dann! „Echt bewundernswert!“ lautet die Antwort.

Ich investiere an guten Tagen viel Zeit, um meine Umwelt aufzuklären. Für ein gutes Gespräch verpasse ich dann schon mal eine Bahn.

Manchmal bin ich aber verwundert und auch genervt, wie uninformiert manche Menschen, trotz moderner Medien sind. Ich fühle mich dann wie das Äffchen im Zoo, das unter Staunen und Gelächter der Zuschauer Kunststückchen vorführt.

Häufig (aus)gefragt werden und erklären müssen, dass ich alltägliche Handgriffe, z. B. im Haushalt selbstverständlich beherrsche, kann mühsam sein und erschöpfen. Besondere Härtefälle können sich noch nicht einmal vorstellen, dass ich ohne fremde Hilfe essen duschen oder mich alleine anziehen kann. Und egal wie gut ich erkläre, am Ende glauben diese Härtefälle noch immer an die 24 Stundenbetreuung.

Eine befriedigende Antwort, wieso das so schwierig zu vermitteln ist, habe ich bis heute nicht. Ich kann nur vermuten, dass es daran liegt, dass Menschen mit Behinderung auf der Straße nicht so oft in Erscheinung treten. Das haben sie mit dem Äffchen im Zirkus gemeinsam. Auch das findet man nicht unbedingt auf der Straße.

Ich kann nicht behaupten, nicht gesehen zu werden. Aber die meisten Menschen fragen oft nur: „Können sie lesen?“ Nicht dass ich lesen kann sollte Thema sein, sondern für welche Lektüre ich mich interessiere. Vielleicht Teilen der Fragesteller und ich ein gemeinsames Interesse für historische Romane oder Psychologie.

Vielen von uns geht es so. Und wenn wir uns austauschen, dann bin oft ich diejenige, die sagt:

„Bewundernswert, wie viel Geduld Ihr mit sehenden Mitmenschen so habt!“, „Ich habe sie oft nicht!“

Ich danke meiner Gastautorin für diesen Beitrag. Mein Dank gilt auch Linn Voß für das Beitragsfoto. Bei ihr liegen auch die Rechte dafür.

Das mit der Bewunderung für selbstverständliche Tätigkeiten kenne ich nur zu gut. Wenn ich von meiner Arbeit als Bloggerin erzähle, dann werde ich entweder dafür bewundert, dass ich alleine schreiben kann, oder werde auch mal gefragt wer denn für mich schreibt. Und besonders Technikfreudige Zeitgenossen mutmaßen dann, dass durch die Möglichkeit der Spracheingabe nun auch blinde Personen einen Text auf den PC oder das Smartphone bringen können. Für Letztere sei gesagt: „Auch blinde Kinder gehen zur Schule. Und stellt Euch vor, die lernen sogar lesen und schreiben, wie Ihr auch.“ Man darf mich gern dafür bewundern, dass ich gute Beiträge schreibe. Nicht aber dafür, dass ich lesen und schreiben kann. Ich mache das nur etwas anders als eine normal sehende Person.

Und jetzt lade ich Euch ein in den Kommentaren auf meinem Blog darüber zu diskutieren.