Einkaufsfuchs, nicht nur eine Einkaufshilfe

Lydia richtet den Einkaufsfuchs auf ein Produkt im Supermarkt.

Früher konnte ich etwas besser sehen. Ich konnte mit Hilfe einer Lupe Bücher oder Briefe lesen. Mein Sehvermögen reichte aus, um die Beschriftung auf einer Verpackung zu erkennen. Ich konnte also etwas aus dem Tiefkühlfach oder Kühlregal nehmen und ohne fremde Hilfe lesen, um was es sich handelt. Ich konnte ein Produkt aus dem Regal im Supermarkt in die Hand nehmen und ohne zusätzliche Hilfe lesen, ob sich in einer Dose eine bestimmte Sauce, passierte Tomaten oder Kokosmilch befinden. Auch die helle Beschriftung auf dunklem Hintergrund, mit der meine Gewürze versehen waren, konnte ich lesen. Inzwischen geht das nicht mehr… außer wenn die Lichtverhältnisse besonders gut sind. Also brauchte ich Lösungen, um meinen Alltag mit möglichst wenig Aufwand zu gestalten. Daher habe ich mich auf die Suche nach einer Lösung gemacht, die mir ein Stückchen Unabhängigkeit wiedergibt. Dabei habe ich mehrere Hilfsmittel und Möglichkeiten kennengelernt, von denen ich heute eines vorstellen möchte. Der Einkaufsfuchs ist eine Einkaufshilfe mit digitaler Sprachausgabe für blinde und stark sehbehinderte Menschen. Er ermöglicht es, ohne fremde Hilfe Produkte die Barcodes, welche auf den meisten Verpackungen vorhanden sind, zu erkennen. Er macht es auch möglich, andere Gegenstände zu kennzeichnen und diese später sicher wieder zu erkennen. Der Einkaufsfuchs kennt viele Millionen Artikel: Vor allem sind das die wichtigsten Gebrauchsgüter im Haushalt, Lebensmittel und die meisten Musik-CDs. Die Datenbank des Einkaufsfuchses enthält viele Produkte, die in deutschen Supermärkten erhältlich sind. Damit kann ich also feststellen, welches Produkt ich gerade in der Hand halte. Das ist vor Allem bei Verpackungen, die sich identisch anfühlen, eine große Hilfe. Das quaderförmige Gerät liegt gut in der Hand. Es hat einen Schiebeschalter, zum Ein- und Ausschalten, einen Drehregler für die Lautstärke und einen Druckknopf für weitere Bedienungsmöglichkeiten. Die mitgelieferte Tasche kann sowohl umgehängt, als auch als Gürtelclip befestigt werden. Damit lässt sich der Einkaufsfuchs bequem mitnehmen.

Einkaufen

Ich kenne mich im Supermarkt meines Vertrauens aus. Ich weiß also, wo mein Lieblingsmüsli steht. Da es mehrere Verpackungen gibt, die sich gleich anfühlen, kann ich mit dem Einkaufsfuchs sicherstellen, dass ich das gewünschte Früchtemüsli in meinen Einkaufswagen gelegt habe. Auf dem Beitragsbild halte ich eine entsprechende Verpackung in der linken Hand, während ich mit dem Einkaufsfuchs in der rechten Hand das Produkt erkennen lasse. Bei Produkten, die ich noch nicht kenne, muss ich den Barcode suchen. Das funktioniert am besten, wenn ich den Einkaufsfuchs in einer Entfernung von etwa 15 cm auf das Produkt richte. Wird das Produkt erkannt, so ertönt ein Piepton gefolgt von einer Sprachmeldung. Wenn nicht, dann befindet sich der Barcode auf einer der anderen Seiten. Diese kann ich nacheinander ausprobieren. Am Anfang erfordert das ein bisschen Übung. Aber wenn man den Bogen raus hat, geht das richtig schnell.

Einkauf sortieren

Lydia sortiert ihren Einkauf mit Einkaufsfuchs.

In regelmäßigen Abständen mache ich einen Großeinkauf. Das heißt im Klartext, dass ich außer Obst und Gemüse, Dosen, Gläser und Päckchen in möglichst kurzer Zeit identifizieren und an den dafür vorgesehenen Platz räumen muss, und zwar möglichst so, dass ich diese sehr schnell wieder finden kann. Daher sortiere ich meinen Einkauf am liebsten selbst in Kühlschrank, Schränke oder Regale ein. Obst und Gemüse taste ich ab, genauso wie Produkte, die so verpackt sind, dass man den Inhalt ertasten kann. Konserven, Produkte im Tetrapack oder Gläser kann ich nur dann sofort erkennen, wenn ich nur eine Sorte eingekauft habe. Ich habe mal ein Foto von einem kleinen Großeinkauf gemacht, um das mal bildlich darzustellen: Hier ist mir der Einkaufsfuchs eine große Hilfe, um die eingekauften Produkte so zu sortieren, dass ich sie beim Kochen oder Putzen sofort zur Hand habe. Bei Gewürzen mache ich es so, dass ich sie erkennen lasse, und anschließend mit Braille beschrifte oder in einen bereits beschrifteten Behälter umfülle. Die Datenbank, auf die der Einkaufsfuchs zurückgreift, wird stetig erweitert. Dennoch kann es vorkommen, dass ein Produkt nicht erkannt wird. Dann meldet mir der Einkaufsfuchs, dass er das Produkt nicht kennt. Ich kann es dabei belassen, oder diesem unbekannten Code eine Sprachnotiz beifügen, wie z. B. „Ananas in Scheiben, Firma XY, 200 Gramm“. Diese wird dann abgerufen, wenn dieses Produkt wieder gescannt wird. Das Gerät ist somit lernfähig. Wenn ich etwas eingekauft habe, kann ich mir das ganz gut merken. Ebenso merke ich mir auch, wo ich welches Produkt eingeräumt habe. In einem Haushalt mit vier Personen bleibt es jedoch nicht aus, dass etwas aufgebraucht wird, ohne dass ich davon weiß. Und ebenso kann es vorkommen, dass ein Produkt nicht mehr an seinem gewohnten Platz steht. Mit dem Einkaufsfuchs kann ich sicherstellen, dass ich die richtige Konserve, das richtige Glas oder die richtige Tüte in der Hand halte. Das gilt nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für Kosmetika, die sich in Flaschen befinden, welche sich ähnlich anfühlen.

Dokumente beschriften

Eine weitere Herausforderung ist das Kennzeichnen wichtiger Dokumente. Früher hatte ich diese in eine Klarsichtfolie gesteckt und diese mit Braille beschriftet. Bei wichtigen Dokumenten mache ich das noch immer so, oder ich scanne diese ein und speichere sie auf meinem PC. Eine brauchbare Alternative dazu ist es, Dokumente mit Hilfe des Einkaufsfuchses zu beschriften. Zu diesem Zweck liefert der Hersteller Aufkleber mit fertigen Barcodes mit. Ich mache das so, dass ich das Dokument in eine Klarsichtfolie stecke, und einen Aufkleber in die rechte obere Ecke klebe. Dieser kann mit einer kurzen Sprachnachricht in der Datenbank verknüpft werden, wie z. B. „Mietvertrag vom 22.03.2015“. Diese Nachricht kann immer wieder abgerufen werden. Wenn ich irgendwann in derselben Klarsichtfolie ein anderes Dokument aufbewahren möchte, lässt sich die alte Aufnahme mit einer anderen Sprachnachricht überschreiben. Am liebsten verwende ich Klarsichtfolien mit Lochung. Denn diese kann man in jeden handelsüblichen Ordner einheften.

Fotos unterscheiden

Ich selbst hebe meine Fotos gerne digital auf. Dazu gebe ich ihnen einen entsprechenden Namen und fertig. Aber was ist mit den Fotos, die ich nur in Papierform bekomme? Das Fotoalbum aus meinen Kindertagen, die Klassenfotos meiner Kinder, das Sofortbild von einer Party. Auch hier lässt sich mit dem Einkaufsfuchs Abhilfe schaffen: Ein Aufkleber mit einem Barcode lässt sich entweder auf der Rückseite des Fotos oder auf dem Fotoalbum anbringen und anschließend mit einer gesprochenen Bildbeschreibung versehen. Diese könnte lauten: „Lydia sortiert ihren Einkauf mit Hilfe von Einkaufsfuchs“, oder „Klassenfoto aus der achten Klasse“.

Verpackungen zuordnen

Der Scanner des Einkaufsfuchs ist auf den Barcode einer von mehreren Verpackungen gerichtet.

Ich gehöre zu den Kunden, die alle möglichen Verpackungen von Küchengeräten, Headsets oder anderen Elektronikartikeln aufheben. Es ist auch schon vorgekommen, dass ich die Verpackung von einem Gerät hatte, welches längst nicht mehr in meinem Besitz war. Nicht immer kann ich die Verpackung durch Abtasten dem Inhalt zuordnen. Irgendwann habe auch ich eingesehen, dass ich da mal aufräumen müsste. Also habe ich mir den Einkaufsfuchs geschnappt und die Verpackungen gescannt. Es gab eine Menge Produkte, die in der Datenbank waren. Diese konnte ich also ohne großen Aufwand sortieren. Bei den unerkannten Verpackungen musste ich erst mal herausfinden, zu welchem Gerät sie gehörten. Die Verpackungen, die ich behalten wollte, wurden mit einem Aufkleber und mit einer entsprechenden Sprachnachricht in der Datenbank versehen. Seitdem ist mein Schrank etwas übersichtlicher geworden. Auf diese Weise lassen sich ohne großen Aufwand alle Gegenstände, Dokumente und vieles andere mit Hilfe des Einkaufsfuchses wiederfinden oder kennzeichnen. Dieses Hilfsmittel arbeitet offline, braucht also kein Internet oder PC-Kenntnisse. Ein Update ist quasi durch den Austausch der mitgelieferten Speicherkarte möglich. Der Einkaufsfuchs ist im Hilfsmittelkatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Das heißt, dass die Kosten nach Vorlage einer ärztlichen Verordnung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Fazit

Der Einkaufsfuchs ist ein Gerät, welches ohne großes technisches Verständnis und ohne Internet auskommt. Es liegt gut in der Hand und passt in jede Handtasche. Die Bedienelemente sind gut voneinander zu unterscheiden. Als wirkliche Einkaufshilfe ist es nur dann geeignet, wenn man eine gute Orientierung im Supermarkt hat und keinen Familieneinkauf damit bewerkstelligen muss. Als Sortierhilfe nach dem Einkauf finde ich den Einkaufsfuchs super. Und auch als Möglichkeit Gegenstände oder Verpackungen zu kennzeichnen leistet er gute Arbeit. Nähere Informationen zum Gerät gibt es auf der Seite der Firma SynPhon.

Und jetzt freue ich mich schon auf einen regen Meinungsaustausch in den Kommentaren.

Tütensuppen und Konserven

Konserven und Tütensuppen

Als meine Kinder jünger waren, habe ich in regelmäßigen Abständen einen Großeinkauf mit einer bezahlten Assistenz gemacht. Und damit meinte ich auch Großeinkauf. Gekauft wurde alles, was ich verwendete, und was sich außerhalb des Kühlschranks über einen längeren Zeitraum halten kann. Also auch Gläser und Konserven. Denn diese im Supermarkt selbst zu suchen war mir bei der Menge, die ich haben wollte, zu zeitaufwändig. Also nutzte ich meine sehende Begleitung inklusive Eigenem Auto hier gnadenlos aus. Manchmal musste ich mich dann auch mal an der Gefriertruhe austoben. Für das Alltagsgeschehen brauchte ich dann nur noch die frischen Dinge wie Obst oder Gemüse usw. einzukaufen.

Nach ein oder zwei Stunden waren wir dann voll bepackt wieder zuhause, Neben dem Verstauen des Einkaufs kam für mich noch dazu, dass ich gemeinsam mit der Assistenz Verpackungen, Konservendosen oder Gläser so sortieren musste, dass ich diese eigenständig gezielt auswählen konnte.

Ein Gack, der immer wieder in Kreisen von blinden Personen rumgeht, erzählt von dem Blinden, der versehentlich das Hundefutter statt der geplanten Erbsensuppe gegessen hat, weil er es nicht lesen konnte. Zum Glück sind blinde Menschen nicht wirklich so unbeholfen, wie das Weltbild nicht blinder Personen es vorschreibt. Es gibt mehrere Möglichkeiten sich selbst zu behelfen.

Verpackungen, Gläser oder Konservendosen haben teilweise unterschiedliche Formen. Manche sind so weich, dass man durch sie den Inhalt erfühlen kann. Andere verursachen ein bestimmtes Geräusch, wenn man sie kurz schüttelt. Wir wollen mal davon ausgehen, dass die Behältnisse dieselbe Form und Größe haben. Und hier stelle ich unterschiedliche Lösungen vor.

Anordnung und Sortierung
Ich kann meine Konserven auf unterschiedliche Regale verteilen, oder so anordnen, dass ich sie später wieder Fine. Das macht Sinn, wenn es sich um wenige verschiedene Behältnisse handelt. Bei uns hat das Katzenfutter einen ganz anderen Platz als die eigenen Lebensmittel. Auch wenn das Katzenfutter eine Markante Form hat.

Markieren
Man kann sich Dosen und Gläser mit einem Gummiband, einer Schnur oder einem anderen Material kennzeichnen. Der Hilfsmittelmarkt bietet Markierungsbänder mit unterschiedlichen Oberflächen aus Gummi an. Diese dürfen sogar mit in die Gefriertruhe, um Gefriergut zu kennzeichnen.

Beschriften
Es gibt mehrere Möglichkeiten ein Behältnis zu beschriften. Wenn man noch etwas sieht, kann man dieses mit einem dicken Stift kennzeichnen. Wer oft die gleichen Dinge kauft, kann sich eine Beschriftung mit Dymoband machen, und dieses mit einem festen Gummi anbringen. Ich beschrifte meine Gewürze mit selbstklebendem Dymoband. Das hält gut. Und wenn der Behälter leer ist, wird er eben wieder aufgefüllt.

Aber auch die Technik hält hier Lösungen bereit. Es gibt kleine Plastikkarten im Checkkartenformat, welche sich mit Hilfe eines kleinen Geräts besprechen lassen. Diese Sprachnotiz kann an der Verpackung befestigt werden und später abgerufen werden.

Produkterkennung über den Barcode
Jedes Produkt ist mit einem Barcode versehen. Dieser lässt sich mit Hilfe eines Barcodescanners auslesen. Der Hilfsmittelmarkt für blinde Kunden hält auch hierfür einige Lösungen bereit. Dazu gehören die Produkterkennungsgerät Woodscan oder Einkaufsfuchs. Die Kosten dafür werden sogar von den meisten Krankenkassen übernommen. Aber auch Smartphones bieten Apps an, die diesen Code auslesen können. Damit könnte man sogar einkaufen gehen. Mir persönlich wäre das allerdings zu mühsam. Aber um festzustellen, ob ich das Päckchen mit Tomatensuppe oder das mit der Pilzsauce in Händen halte, ist diese Möglichkeit super. Und wenn das Produkt in der entsprechenden Datenbank noch nicht bekannt ist, lässt sich eine eigene Beschriftung machen und auf dem Gerät abspeichern.

Fazit
Es gibt mehrere Lösungen, um sich Behältnisse oder Gegenstände, die sich gleich anfühlen, voneinander unterscheidbar zu machen. Die von mir aufgeführten Möglichkeiten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Daher bin ich gespannt, ob ich in den Kommentaren weitere Möglichkeiten angezeigt bekomme.

Karten blind auseinanderhalten

Lydia mit mehreren Plastikkarten.

Zahlen mit der EC-Karte, beim Arzt die Versichertenkarte vorzeigen, oder diverse Kundenkarten, die unseren Geldbeutel oder die Brieftasche bevölkern. Selbst der Personalausweis oder mein Schwerbehindertenausweis ist im praktischen Checkkartenformat ausgestellt. Jede Karte hat ihr eigenes Design, um sie von anderen Karten zu unterscheiden. Aber was ist mit denjenigen, die diese optische Gestaltung nicht wahrnehmen können? Im Folgenden möchte ich ein paar Lösungen dafür aufzeigen.

Zum ersten Mal dachte ich darüber nach, als meine Kinder und ich unsere Versichertenkarten bekamen. Drei Karten von ein und derselben Krankenkasse, versehen mit unterschiedlichen Versichertennummern, die ich nicht selbst lesen konnte. Anfangs behalf ich mir damit, dass ich die Karten in einer bestimmten Reihenfolge aufbewahrte. So konnte ich gezielt die gesuchte Karte herausziehen, ohne der Sprechstundenhilfe den Stapel hinzuhalten, mit der Bitte sich selbst zu bedienen. Denn das empfand ich als unangenehm. Ich wollte das einfach selbst machen können.

Eine Mitarbeiterin unserer Kinderarztpraxis hatte die rettende Idee. Mit einem Küchenmesser ritzte sie in eine Karte ein und in die Andere Karte zwei kleine Schlitze ein. Die Dritte, also meine eigene Versichertenkarte, blieb unbehandelt. So konnte ich erfühlen welche Karte welchem Kind zugeordnet war. Diese Lösung behielt ich viele Jahre bei. Irgendwann verschickte meine Krankenkasse Karten, die in einer Ecke die Buchstaben GK für Gesundheitskarte versehen waren. Auch hier markierte ich die Karten meiner Kinder wieder mit ein bis zwei Schlitzen, um sie von meiner eigenen Versichertenkarte unterscheiden zu können.

Mit den Jahren sammelten sich immer mehr Karten bei mir an. Damit stellte sich für mich die Frage nach der Kennzeichnung immer öfter. Erst recht, als auch der Schwerbehindertenausweis und der Personalausweis in ein Checkkartenformat wechselten. In den letzten Jahren habe ich daher viele Lösungen ausprobiert, die ich Euch gern vorstellen möchte.

Nicht alle Karten fühlen sich gleich an. Manche haben erhabene Zahlen oder Buchstaben, die man erfühlen kann, wie man auf der Kundenkarte von P&C, Tchibo oder auch bei vielen Kreditkarten sehen und fühlen kann.

Eine andere Möglichkeit ist eine Beschriftung in Braille. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband DBSV verschickt seine Mitgliedskarten mit einer Beschriftung in Braille. Alternativ kann man sich diese Beschriftung auch selbst herstellen. Dafür nutze ich gern durchsichtiges Dymoband, welches ich mit Braille beschrifte, und anschließend auf die Karte klebe. Allerdings mache ich das nur bei Karten, die mir wichtig sind.

Doch es geht auch ohne Braille. Denn nicht jeder blinde Kartenbesitzer beherrscht die Brailleschrift. Dann kann man die entsprechende Karte mit einem Stück Tesafilm oder einem anderen Material kennzeichnen. Wichtig dabei ist, dass die Kennzeichnung nicht auf oder in der Nähe eines Magnetstreifens angebracht wird. Denn schließlich müssen manche Karten elektronisch ausgelesen werden. Auch sollte die Kennzeichnung keine Kartenummer oder andere wichtige Angabe verdecken, damit auch normal sehende Leser die Schrift noch lesen können.

Eine weitere Alternative sind Fotoecken. Die kann man an einer oder zwei Ecken einer Karte anbringen. Allerdings sollte man diese noch mal an der Karte festkleben, damit sie sich nicht versehentlich lösen. Und wenn es schnell gehen muss, dann habe ich gern ein oder zwei Gummiringe oder Haargummis in meiner Tasche. Damit kann ich eine Karte, die ich neu habe, erst mal provisorisch kennzeichnen. Übrigens geht es auch mit Kabelbinder. Im Grunde ist alles erlaubt, was ein schnelles Auffinden möglich macht. Denn das ist für mich Selbstbestimmung und Lebensqualität.

Das sind die Möglichkeiten, die sich in meinem Alltag bewährt haben. Es sind Anregungen, um uns den Alltag zu erleichtern. Ich bin gespannt darauf, was meine Follower für Ideen beitragen werden.